Langsam wird es schwierig typische Oktober Arten auszuwählen, die ich euch noch nicht vorgestellt habe. Aber eine hab ich noch, die dunkelgraue Herbsteule Agrochola lota (CLERCK, 1759)

Die graue Beschuppung, auf die der deutsche Name hinweist, ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Art ist noch weit verbreitet und stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum. Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Laubbäume.

Wie viele im Herbst aktive Arten fliegt die dunkelgraue Herbsteule nicht nur am Licht an, sondern kommt auch gerne an den Köder. Warum könnt ihr hier nachlesen

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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Heute stelle ich euch eine düstere Schönheit, die Dunkle Waldschatteneule Rusina ferruginea (ESPER, [1785]) vor. Für mich haben auch diese nicht sehr auffälligen Tiere einen besonderen Reiz, wenn man genau hinschaut. Gut zu erkennen sind hier die stark gefiederten Fühler des Männchens.

So früh im Jahr konnte ich die Art bisher nur selten nachweisen. Meist traf ich sie Mitte Juni bis Mitte Juli an vielen verschiedenen Fundorten an. In meinem Garten, aber auch im Tävsmoor, Bokelsesser Moor, der Liether Kalkgrube oder der Kaltenkirchener Heide.

Die Raupen fressen an vielen verschiedenen krautigen Pflanzen. Sie überwintern, nehmen im Frühjahr nochmals Nahrung zu sich und verpuppen sich dann am oder auch im Boden.

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Die Stürme, Kälte und der Regen sind erst mal überstanden, die Weidenkätzchen stehen in voller Blüte. Endlich finden die Frühjahrsfalter gute Bedingungen, auch wenn bei Vollmond der Nachweis nicht ganz so einfach ist.

Einige der auch Kätzcheneulen genannten Orthosia -Arten habe ich schon vorgestellt, darunter Orthosia cruda und Orthosia gothica

Aber auch andere Falterarten nutzen das Futterangebot. Heute stelle ich euch die Gelbfleck-Frühlings-Bodeneule Cerastis leucographa ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) vor.

Die Flugzeit dieses schönen Eulenfalters beginnt meist im März und kann bis in den Mai dauern. Die Raupen findet man ab Mai bis Juli an Gräsern, krautigen Pflanzen, aber auch an Blättern von Laubbäumen und Büschen. Die Art überwintert als Puppe.

Neben den sehr dunkel gefärbten Tieren gibt es auch hellere, aber die auffälligen Ring-und Nierenmakel sind immer deutlich zu erkennen.

Auch Timo war schon unterwegs. Es galt die im Winter selbst gebauten Lichtanlagen mit 250W HQL Lampen einzuweihen. Der Mond ging erst um ca. 20:20 Uhr auf, Timo hätte sich also über ein paar dunkle Minuten freuen können.

Foto: Torsten Demuth

Leider war der Grad der Lichtverschmutzung in der Umgebung sehr groß. So war spätestens ab 21:00 Uhr einpacken angesagt – die Lichtkonkurrenz war zu hoch um noch adäquat Falter anzulocken.

Seit dem letzten Jahr ist auch immer der Federmausdetektor mit dabei. Dieses mal konnte ich die extrem leisen Ortungs- und Sozialrufe des Braunen Langohrs aufnehmen.

 

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Die letzten Nächte waren recht mild. Da war auch die als erwachsener Falter überwinternde Heidelbeer-Wintereule aktiv. Dieser häufige Eulenfalter stellt keine besonderen Ansprüche an seinen Lebensraum. Man findet die Tiere sowohl in feuchten, als auch trockenen Habitaten.

Die Raupen sind – anders als der deutsche Name vermuten lässt – ebenfalls nicht wählerisch. Sie fressen sowohl an Blättern verschiedener Bäume und Büsche, als auch an Löwenzahn oder anderen krautigen Pflanzen.


Der andere deutsche Name “veränderliche Wintereule” ist wesentlich zutreffender. Die Falter sind extrem variabel gezeichnet und gefärbt. Ihre Flugzeit beginnt im Herbst. Werden die Nächte zu kalt sind sie inaktiv. Bei milden Temperaturen fliegen sie jedoch, um Nahrung aufzunehmen. Sie saugen dann z.B. an Fallobst oder Baumsäften. Die Paarung findet erst im Frühjahr statt.

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Das ungewöhnlich warme Wetter lud ja förmlich dazu ein, nochmal in verschiedenen Habitaten zu leuchten. Wir waren überrascht wie viele Arten noch auf den Flügeln waren. Über 30 an jedem der drei Leuchtabende in dieser Woche!

Der im Titel gezeigte Pustelspanner Comibaena bajularia ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) fliegt normalerweise im Juni/Juli.

Der Wanderzünsler Nomophila noctuella ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) ist in Europa und Asien häufig anzutreffen. Er bevorzugt warme, krautige und trockene Habitate. Diese Bedingungen werden in der Bokeler Heide erfüllt.

Auf die Grüne Eicheneule Dichonia aprilina (LINNAEUS, 1758) freue ich mich jedes Jahr. Mich fasziniert, wie perfekt ihre Färbung an die mit Moosen und Flechten bewachsene Baumrinde angepasst ist. Nachtfalter müssen sich ja in einer tagsüber bunten Welt verstecken. Wir haben sie diese Woche wieder sowohl in der Bokeler Heide, als auch im Bokelsesser Moor und in meinem Garten in Sibirien nachgewiesen. Sie kommt aber auch an vielen weiteren Standorten vor.

Absolutes Highlight war einmal wieder der Blaukopf Diloba caeruleocephala (LINNAEUS, 1758) der in Schleswig-Holstein leider selten geworden ist. Um so erfreulicher ihn auch in diesem Jahr wieder nachweisen zu können. Mehr als 10 Exemplare flogen an. Ich habe die Art schon einmal vorgestellt, hier nachzulesen.

Auch mehrere Fledermausarten waren noch aktiv. Zwerg- Rauhautfledermäuse und Große Abendsegler.
Hier das Spektrogramm, Sonogramm und der Ruf zweier Großer Abendsegler, die über einer Wiese jagen. Die Frequenzen verschieben sich leicht, damit die Tiere sich nicht gegenseitig stören.

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Foto: Torsten Demuth

 

Am Samstag den 25.08., der Internationalen Fledermausnacht, stand ein öffentlicher Leuchtabend auf dem Energieberg Georgswerder an. Zusammen mit der Stadtreinigung Hamburg, dem Verein Neuntöter – Verein für Forschung und Vielfalt e. V. und dem CeNak waren wir schon vor Sonnenuntergang unterwegs und haben gemeinsam mit ca. 30 Besuchern den Energieberg und das dortige Biodiversitätsmonitoring vorgestellt. Beim Anschließendem Lichtfang waren die gefallenen Temperaturen deutlich zu merken. Bei den 12°C standen nicht nur die Besucher in Schal und Jacken um die Lichtfalle herum, sondern auch die Falter blieben lieber in ihrem Versteck. Trotzdem besuchten uns insgesamt 19 Individuen von zehn verschiedenen Arten.

 


Foto: Birgitt Piepgras

Der erste flatternde Gast war Campaea margaritata (LINNAEUS, 1767) der Perlglanzspanner.


Fotos: Birgitt Piepgras

Später besuchte uns auch Xanthia icteritia (HUFNAGEL, 1766) (Bleich-Gelbeule), eine sehr variable Art, die gerade aufgrund ihrer auffälligen gelben Färbung viel Beachtung fand.

Bereits sechs Tage zuvor waren wir zur Vorbereitung auf dem Energieberg unterwegs, doch zu ganz anderen Bedingungen! So hatten wir zu Beginn dieses Leuchtabends noch gute 25°C, so dass wir am Ende 30 Arten bei 162 Individuen nachweisen konnten.

 


Foto: Birgitt Piepgras

Der Häufigste Gast war hier Xestia c-nigrum (LINNAEUS, 1758), das Schwarze C, das ganze 59 mal an den Leuchtturm flog.

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Gestern war ich im Wald, um nach den kleinen Frostspannern zu sehen. Sie flogen zahlreich, aber nicht in Massen. Da ich über diese zierlichen Spanner schon berichtet habe, stelle ich heute eine andere “Winterart” vor, die Satellit-Wintereule Eupsilia transversa (HUFNAGEL, 1766)

Die Art ist recht variabel in Färbung und Zeichnung, kann aber sicher an den Ringmakeln erkannt werden, die von 2 kleinen “Satelliten” begleitet werden. Diese können weiß oder orange sein, auch beide Farben kommen gleichzeitig vor. Bei dem rechten Falter kann man das gut erkennen. Das orange Ringmakel wird von je einem weißen und einem orangen Satelliten begleitet. Die Satellit-Wintereule fliegt in etwas milderen Nächten den ganzen Winter über. Wenn es sehr kalt ist, legt sie eine Winterpause ein.

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von den Blättern verschiedener Bäume und Büsche. Manchmal greifen sie aber auch andere Raupen an und saugen diese aus. Daher werden sie auch als Mordraupen bezeichnet.

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Die letzten Nächte waren für einen Oktober ungewöhnlich warm. Eine gute Gelegenheit, nochmal Nachtfalter zu kartieren.

An verschiedenen Stellen konnte ich Agrotis ipsilon (HUFNAGEL, 1766) – die Ypsiloneule beobachten. Sie ist ein Wanderfalter, der über die Alpen nach Mitteleuropa einfliegt.




Bei uns vermehren sich die Falter und bilden dabei mehrere Generationen aus. Ihre Raupen gehören zu den so genannten Erdraupen, da sie unterirdisch an den Wurzeln und Knollen vieler Wildpflanzen fressen. Sie sind daher auf lockere, sandige Böden angewiesen, die sie z.B. in der Bokeler Heide vorfinden.



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Ganz frisch, also erst vor kurzem aus der Puppe gekrochen und eine Erstbegegnung – und damit ganz neu für mich – ist die Kiefernsaateule Agrotis vestigialis (HUFNAGEL, 1766)

Auf einer Trockenrasenfläche kamen diverse Exemplare an’s Licht. Auf solche sandigen Böden ist diese Art angewiesen. Ihre Raupen sind so genannte Erdraupen, die sich in den Boden eingraben und sich von den Wurzeln verschiedener Pflanzen ernähren. Gerne werden dabei die junger Kiefern befressen, was in entsprechenden Schonungen auch mal Schaden anrichten kann.

 

 

Das Titelbild zeigt ein Männchen mit den leicht gezähnten Fühlern. Sie vergrößern die Oberfläche dieses wichtigen Sinnesorgans, mit dem die Falter vor allem die weiblichen Sexuallockstoffe wahrnehmen. Hier ist ein Weibchen zu sehen, erkennbar an den fadenförmigen Fühlern.

 

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Wieder ein toller Leuchtabend an der Carl Zeiss Vogelstation mit vielen Nachtfaltern
Ein Gastbeitrag von Marco Sommerfeld

Am Mittwoch, den 26.07.2017 luden Birgitt Piepgras und Marco Sommerfeld (NABU Hamburg) zum vierten Mal um 21:45 Uhr zu einem Leuchtabend für Nachtfalter an die Carl Zeiss Vogelstation in die Wedeler Marsch ein. Es kamen 23 sehr interessierte Teilnehmer und erfreuten sich an den vielen schönen Nachtfaltern des Sommers. Birgitt Piepgras erläuterte auf anschauliche Weise und mit tollen Erklärungen die Nachtgestalten, die ansonsten den Naturfreunden eher unbekannt waren und sensibilisierte für deren Schutz.

Häufige Arten wie Hausmutter, Messingeule und Gammaeule waren die ersten Falter, die den sehr interessierten Teilnehmern gezeigt wurden. Insgesamt konnten bis Mitternacht 32 verschiedene Nachfalterarten bestimmt werden. Nach den vielen Regentagen der letzten Wochen war dies der erste Abend mit Windstille und sommerlichen Temperaturen. Die Stimmung unter den Teilnehmern war hervorragend.

Zum Ende der Veranstaltung gab es als Highlight den sehr hübschen Zimtbär, der auch fotografiert wurde. Alle Teilnehmer traten glücklich die Heimreise in der Dunkelheit der Elbmarsch an und freuen sich auf die Leuchtabende im Jahr 2018. Birgitt und Marco vereinbarten bei der Verabschiedung eine Fortsetzung im Sommer 2018.

Ein großer Dank geht auch an Heike und Klaus Fritz, die den Leuchtabend hervorragend durch ihre Hilfe unterstützt haben.

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