Am Samstag, den 03.10.2015 ab 19:00 Uhr habt ihr für dieses Jahr die letzte Gelegenheit Nachtfalter live zu erleben. Auch diesmal bin ich wieder am Schafstall im Klein Offenseth – Bokelsesser Moor.

Ihr fahrt von der Kreuzung Groß Offenseth auf der L113 Richtung Horst, nach 2,25 km rechts ab, 1,64 km auf der Spurstraße Richtung Landgasthof Bokelseß.

Im Rahmen der Europäischen Nachtfalternächte veranstalte ich einen öffentlichen Leuchtabend am Moorrand. Der Betreuungsverein Offensether- und Bokelseßer Moor e. V. und der NABU Barmstedt unterstützen diese Veranstaltung.

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Nachtfalter live erleben!

Zur 875-Jahr-Feier der Stadt Barmstedt wollten wir, der NABU Barmstedt etwas für Kinder anbieten und konnten Birgitt Piepgras für zwei Veranstaltungen im Rahmen unseres Jahres-Programmes gewinnen.
Insgesamt kamen knapp über 30 Teilnehmer zum zweiten Termin, dem Leuchtabend für Kinder. Und vor allem die 16 Kinder konnten es kaum erwarten, bis es dunkel wurde und die Lampe eingeschaltet wurde. Viele waren zum Thema Nachtfalter schon gut informiert, weil sie am vorhergehenden Informationsabend „Auch Nachtfalter sind bunt“ teilgenommen hatten. Nun wurden schon speziellere Fragen gestellt. Zum Beispiel, ob es weniger Nachtfalter gäbe als früher. Die Teilnehmer erfuhren auch, dass die ausgebrachten Duftköder aus einer Mischung von reifer Banane, Pflaumenmus und Alkohol bestehen, auf die Nachtfalter gerne fliegen. Diese mit Reflektoren markierten Duftköder wurden von den Kindern mehrmals nach Faltern abgesucht, während die Erwachsenen vorwiegend am Leuchtgerät, dass mit seinem Licht nachtaktive Insekten anlockt, nach Faltern Ausschau hielten. Die anfliegenden Falter wurden vorübergehend in kleine durchsichtige Dosen eingesperrt. Jedes Kind hatte seine Taschenlampe dabei. So konnten die Tierchen in Ruhe betrachtet werden, die so ungewöhnliche Namen tragen wie Hausmutter, Nesselschnabeleule oder Achateule. Die auf der Leinwand im Humburg-Haus so groß erscheinenden Falter sind in Wirklichkeit sehr klein. Das genaue Betrachten aus nächster Nähe mit der Taschenlampe begeisterte aber alle. Live ist eben live.

Monika Lohmann vom NABU Barmstedt

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Am kommenden Freitag können mir vor allem Kinder bei meiner nächtlichen Arbeit über die Schulter schauen.
Ab 19:00 Uhr bin ich am Schafstall, einer großen Hütte des Moorvereins im Klein Offensether Moor.

Treffpunkt: Schafstall oder um 18:30 Uhr für Fahrgemeinschaften: Parkplatz Rantzau an der Wassermühle

Die Wetteraussichten sind gar nicht mal so schlecht, es könnten also viele Arten anfliegen. Gerade im Herbst ist die Chance auf farbenfrohe Falter besonders groß.

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Das möchte ich euch morgen bei meinem Vortrag in Barmstedt im Humburg-Haus, Chemnitzstraße 10 beweisen. Der Vortrag dient auch zur Vorbereitung auf den öffentlichen Leuchtabend am 25.09.2015.

Ich freue mich auf viele interessierte Teilnehmer!

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Der häufigste Falter beim Nordtour Leuchtabend war die Hausmutter Noctua pronuba (LINNAEUS, 1758). Die Falter sind extrem variabel in der Färbung, die Bandbreite reicht von ganz hellen bis ganz dunklen Exemplaren und alle dazwischen liegenden Schattierungen.
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Die Hinterflügel sind leuchtend orange gefärbt mit einem schwarzen Rand.

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Die Raupen fressen an fast allen krautigen Pflanzen und verpuppen sich in einer Erdhöhle.

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Heute hat mich das Filmteam von der Nordtour bei einem Leuchtabend begleitet. Gesendet wird der Beitrag am kommenden Samstag um 18:00 Uhr.
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Den Leuchtturm hatte ich am oberen Rand der Liether Kalkgrube aufgebaut, so konnte das Licht bis in den größten Teil des Geländes leuchten. Bei guten Bedingungen flogen viele Falter an, ich bin sehr gespannt auf den Beitrag!

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Die Gammaeule Autographa gamma (LINNAEUS, 1758) kann man jetzt auch tagsüber oft in großer Zahl an Blüten saugend beobachten. Sie zählt zu den Wanderfaltern, ist aber bei uns inzwischen auch heimisch. Die große Anzahl der Falter lässt sich dadurch erklären, dass zu den Einheimischen viele Gäste aus dem Süden hinzu gekommen sind. Der deutsche Name […]

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Die Weibchen der Schmalflügeligen Erdeule Agrotis puta (HÜBNER, [1803]), hier links im Bild, sind dunkel gefärbt, die Männchen sind deutlich heller.

Bis vor einigen Jahren galt die Art bei uns als Wanderfalter, der bei günstiger Witterung im Spätsommer nachgewiesen konnte. Inzwischen ist sie aber in Schleswig-Holstein bodenständig.

Raupe

Ihre Raupen haben eine sehr interessante Lebensweise. Tagsüber verstecken sie sich in Gängen, die sie sich im lockeren Sand gegraben haben. Nachts kommen sie hervor und fressen an krautigen Pflanzen.

Agrotis puta Puppe

Die Verpuppung erfolgt in einem lockeren Kokon in der Erde. Für das Foto habe ich den Kokon ausgegraben und vorsichtig halb geöffnet. Das sollte man jedoch nur in Ausnahmefällen machen, es besteht die Gefahr, dass sich der Falter bei so einer massiven Störung nicht richtig entwickelt.

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Gestern Nacht herrschten optimale Bedingungen, entsprechend viele Falter bekam ich zu Gesicht. Einen der größten Falter Mitteleuropas stelle ich als erstes vor. Mit einer Spannweite von über 90 Millimetern ist der Pappelschwärmer Laothoe populi (LINNAEUS, 1758) am Licht wirklich nicht zu übersehen.

Ganz anders sieht es tagsüber aus, durch Farbe und vor allem der typischen Sitzhaltung ahmt er ein welkes Blatt nach und verschwindet förmlich in seiner Umgebung.

Laothoe populi

Die Falter haben verkümmerte Saugrüssel, sie können keine Nahrung zu sich nehmen. Damit sind sie auf ihre Fettreserven angewiesen, sind diese verbraucht ist auch das Falterleben zu Ende.

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Um den Braunen Bären Arctia caja (LINNAEUS, 1758) als Falter zu sehen braucht man entweder tagsüber viel Glück oder Nachts einen langen Atem. Da die Ressourcen der Nacht geteilt werden, fliegen manche Arten bereits in der Dämmerung, andere erst nach Mitternacht.

Der Braune Bär gehört zu letzteren, pünktlich ab 1:00 Uhr morgens kommt er ans Licht. Er gehört zu den Bärenspinnern, das dichte Haarkleid der Raupe, dass an ein Bärenfell erinnert, ist gut zu erkennen.

Die auffällige Zeichnung und Färbung der Vorderflügel beweist, dass auch bunt Tarnung sein kann.

Arctia caja (LINNAEUS, 1758)

Dort, wo das Sonnenlicht auf den Flügel fällt, lösen sich die Konturen auf und der Falter wird von Fressfeinden sehr viel schwerer erkannt.

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Der Braune Bär erreicht eine stattliche Größe, obwohl er die Flügel nicht ganz ausgebreitet hat, bedeckt er fast den gesamten Handrücken dieser Besucherin eines öffentlichen Leuchtabends.

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