ein Gastbeitrag von Edelgard Heim, Elbmarschenhaus Haseldorf

Vorher Regen- nachher Wolkenbruch und dazwischen einige trockene Stunden mit milder Temperatur und aktiven Nachtfaltern: so präsentierte sich der Leuchtabend mit der Expertin Birgitt Piepgras im Außengelände des Elbmarschenhauses in Haseldorf am Freitag, den 1. Juli 2016.

Eine Gruppe von 28 Personen wartete geduldig auf den Einbruch der Nacht. „Was treibt sich nachts in unserem Außengelände herum?“ war die Frage. Nun, zuallererst einmal eine Armada von Stechmücken, die von unseren tapferen Abfangjägern, den Schwalben, gejagt wurde. Die Zeit bis zum Eintreffen der Nachtfalter wurde kurzweilig durch die Betrachtung der geschickten Flugmanöver der Schwalben überbrückt.
„Je später der Abend, umso größer die Falter“, fasste eine Teilnehmerin den Abend treffend zusammen. Denn nach kleinen Nachtfaltern wie Rosenspanner und Blattwickler wurden wir von großen Hausmuttern und den spektakulären Nacht-Schwalbenschwänzen besucht. Letztere zeigten sich sehr zutraulich und rissen uns alle zu später Stunde in ihren Bann.

unspecifiedFoto: Meike Zieseke

Als dann kurz vor Mitternacht ein Federgeistchen auftauchte, war es Zeit, das Außengelände zu räumen. Ob zur Geisterstunde noch mehr oder größere Gespenster, womöglich mit SEHR langen Zähnen auftauchen, wollten wir alle gar nicht wissen.

Vielen Dank liebe Frau Piepgras für diesen spannenden Abend mit ganz neuen Erkenntnissen! Die beiden Kinder, die mitgemacht haben, haben mir vorher erzählt, dass sie kürzlich bei einem „total langweiligen“ Vortrag über Wölfe gewesen sind. Ihr Leuchtabend hat offensichtlich für Begeisterung bei der Jugend gesorgt. Alle Falter wurden ausgiebig betrachtet, kommentiert und mit dem Handy fotografiert.

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Trotz des kalten, regnerischen und stürmischen Wetters fand ich im Garten den Wasserlinsenzünsler Cataclysta lemnata (LINNAEUS, 1758). Die Falter sind tagaktiv, kommen aber auch regelmäßig ans Licht.

Hier ist der deutsche Name tatsächlich hilfreich, die Raupen dieser Art ernähren sich hauptsächlich von Wasserlinsen in stehenden Gewässern. In diesem Fall reicht sogar ein kleiner Gartenteich, wenn nur die Raupennahrungspflanze vorhanden ist. Mit etwas Glück entdeckt man dort auch die Raupen, die sich aus Pflanzenteilen eine Behausung gebaut haben. Diese wird mit Luft gefüllt, so dass auch unter Wasser gefressen werden kann.

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Heute in der Dämmerung flogen diverse Brennnesselzünsler Anania hortulata (LINNAEUS, 1758) durch den Garten. Der Familienname Zünsler leitet sich ab von dem Begriff zünseln, wie früher das Flackern von Feuer auch genannt wurde.

Stört man eine Zünslerraupe in ihrem Versteck, bewegt sie sich schnell vor und zurück, ebenso wie es die Flammen tun.

Die Zünslerfalter kann man gut von den Spannern unterscheiden. In Ruhestellung legen Zünsler ihre Fühler auf die Flügel, die Spanner darunter.

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