Bei dem gestrigen Leuchtabend kam auch der Weiße Zahnspinner Leucodonta bicoloria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER] an den Leuchtturm. Ich weise die Art regelmäßig an vielen Standorten nach. Sie fliegt sowohl in meinem Garten, als auch unter anderem im Tävsmoor, in der Liether Kalkgrube und im Bokelsesser Moor. Da wir heute Abend dort einen öffentlichen Leuchtabend veranstalten, ist die Chance den wunderschönen Falter live zu sehen besonders groß!

Neben der besonders kontrastreichen Zeichnung fallen die stark behaarten Beine auf. Es gibt eine Theorie die behauptet, das die Haare an Beinen, Kopf und Thorax einen gewissen Schutz vor Fledermäusen bietet, da sie die Ortung erschweren.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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Pappel und Birke sind die Raupennahrungspflanzen beider dieser Schwesterarten. So sind denn auch die deutschen Namen mal wieder verwirrend.

Pheosia gnoma (FABRICIUS, 1776)

Der Birken-Zahnspinner Pheosia gnoma (FABRICIUS, 1776) lässt sich leicht an Hand des keilförmigen weißen Flecks am Flügelaußenrand erkennen. Auch wenn die Raupen dieser Art bevorzugt an Birke fressen, verschmähen sie auch andere Laubbaumarten nicht.

Pheosia gnoma (FABRICIUS, 1776)P

Ich werde häufig gefragt, wie groß denn die eine oder andere Art ist. Nicht immer ist das so einfach zu beantworten, wie man an diesem Beispiel sieht. Das Männchen links auf dem Foto ist nur etwa halb so groß wie das Weibchen. Es handelt sich hier allerdings um ein ungewöhnlich kleines Männchen. Jörg Roloff ( †20.09.2013 ) hat das als Hungerform bezeichnet, ein Indiz dafür, dass die Raupe zu wenig Nahrung zu sich nehmen konnte.

Pheosia tremula (CLERCK, 1759)

Der Pappel-Zahnspinner Pheosia tremula (CLERCK, 1759) bevorzugt feuchte Gebiete als Lebensraum. Die Raupen fressen bevorzugt an Pappel, aber auch an Birke. Auch bei dieser Art sind die Männchen kleiner als die Weibchen.

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Letzte Nacht herrschten endlich mal gute Bedingungen. 21°C bis in die frühen Morgenstunden, entsprechend gut war der Anflug. Über 60 Arten und mehr als 500 Individuen, dabei habe ich die Kleinschmetterlinge gar nicht mitgezählt. Der erste Falter, den ich von letzter Nacht vorstelle, ist der Mondvogel Phalera bucephala (LINNAEUS, 1758). Er tarnt sich als abgebrochenes Ästchen, um tagsüber von seinen Fressfeinden nicht entdeckt zu werden.

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