Heute habe ich das relativ gute Wetter genutzt und endlich mal die Schlehenhecken abgesucht. Auch wenn ich mich hauptsächlich mit Nachtfaltern beschäftige, lasse ich die Tagfalter natürlich nicht völlig außer Acht. Mein Interesse galt heute zwei Arten, einem Tagfalter aus der Familie der Zipfelfalter und einem Nachtfalter aus der Familie der Spanner.

Thecla betulae (LINNAEUS, 1758)E

Der Nierenfleck-Zipfelfalter Thecla betulae (LINNAEUS, 1758) läßt sich am einfachsten nachweisen, indem man seine Eier an Schlehen sucht. Das geht natürlich am einfachsten, wenn kaum noch Blätter an den Pflanzen sind. Bevorzugt werden die Eier an Astgabeln abgelegt, die sich am äußeren Rand der Gehölze befinden.


Den Falter kann man im Sommer beobachten. Meist fliegt er aber in oder hoch über den Schlehenhecken und ist viel schwerer zu entdecken als seine Eier. Er verläßt “seine” Hecke, um Nektar zu saugen. Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, gelingen dann auch solche Fotos. Dieses hat mein leider verstorbener Kollege und Freund Jörg Roloff geschossen.

Theria rupicapraria (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)T

Der Späte Schlehenbusch-Winterspanner Theria rupicapraria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) imitiert ein verwelktes Blatt und ist bei Tageslicht nur schwer zu entdecken.

Theria rupicapraria (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)N

In der Dunkelheit kann man die Falter im Licht der Taschenlampe in und an der Hecke umher fliegen sehen. Sie suchen dort die flügellosen Weibchen, um sich mit ihnen zu paaren.

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