Die Stürme, Kälte und der Regen sind erst mal überstanden, die Weidenkätzchen stehen in voller Blüte. Endlich finden die Frühjahrsfalter gute Bedingungen, auch wenn bei Vollmond der Nachweis nicht ganz so einfach ist.

Einige der auch Kätzcheneulen genannten Orthosia -Arten habe ich schon vorgestellt, darunter Orthosia cruda und Orthosia gothica

Aber auch andere Falterarten nutzen das Futterangebot. Heute stelle ich euch die Gelbfleck-Frühlings-Bodeneule Cerastis leucographa ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) vor.

Die Flugzeit dieses schönen Eulenfalters beginnt meist im März und kann bis in den Mai dauern. Die Raupen findet man ab Mai bis Juli an Gräsern, krautigen Pflanzen, aber auch an Blättern von Laubbäumen und Büschen. Die Art überwintert als Puppe.

Neben den sehr dunkel gefärbten Tieren gibt es auch hellere, aber die auffälligen Ring-und Nierenmakel sind immer deutlich zu erkennen.

Auch Timo war schon unterwegs. Es galt die im Winter selbst gebauten Lichtanlagen mit 250W HQL Lampen einzuweihen. Der Mond ging erst um ca. 20:20 Uhr auf, Timo hätte sich also über ein paar dunkle Minuten freuen können.

Foto: Torsten Demuth

Leider war der Grad der Lichtverschmutzung in der Umgebung sehr groß. So war spätestens ab 21:00 Uhr einpacken angesagt – die Lichtkonkurrenz war zu hoch um noch adäquat Falter anzulocken.

Seit dem letzten Jahr ist auch immer der Federmausdetektor mit dabei. Dieses mal konnte ich die extrem leisen Ortungs- und Sozialrufe des Braunen Langohrs aufnehmen.

 

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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Endlich werden auch die Nächte wärmer und die typischen Frühlingsfalter sind auf den Flügeln. Einige Vertreter dieser Jahreszeit hatte ich euch schon vorgestellt. Stellvertretend für die so genannten Kätzcheneulen waren das Orthosia cruda ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER] und Orthosia gothica (LINNAEUS, 1758)

Heute schaut euch mal der Pappel-Dickleibspanner Biston strataria (HUFNAGEL, 1767) an.

Auch hier ist der deutsche Name mal wieder irreführend, da die Raupen von Mai bis Juli an verschiedenen Laubbäumen und Gehölzen fressen. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen Wort stratus ab, und bezieht sich auf die vielen zerstreuten schwarzen Schuppen auf den Flügeln.

Dieses Männchen war sehr zutraulich und lies sich auf meinem Finger nieder. Sehr gut zu sehen sind die stark gefiederten Fühler. Sie bilden eine große Oberfläche, mit denen der Falter die weiblichen Sexuallockstoffe riechen kann.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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