Der Mittlere Weinschwärmer Deilephila elpenor (LINNAEUS, 1758) und der Weidenbohrer Cossus cossus (LINNAEUS, 1758) wurden ja schon im Bild gezeigt. Hier also noch einige weitere spannende Falter.

Trachea atriplicis (LINNAEUS, 1758)

Die Raupen der Meldeneule Trachea atriplicis (LINNAEUS, 1758) fressen nicht ausschließlich an Melde, wie der deutsche Name vermuten lässt. Auch Ampfer, Winden, Knöterichgewächse und Gänsefußarten gehören dazu. Der Falter ist durch seine Färbung tagsüber perfekt getarnt. Die Grün- und Brauntöne verschwimmen im Sonnenlicht und lassen ihn auf entsprechendem Untergrund fast unsichtbar werden.

Triodia sylvina (LINNAEUS, 1761)

Der Ampfer-Wurzelbohrer Triodia sylvina (LINNAEUS, 1761) findet rund um die Station einen absolut geeigneten Lebensraum. Die Raupen fressen nicht nur an der Wurzeln von Ampfer, sondern auch an denen von Wegereich, beides ist in der Umgebung reichlich vorhanden.

Triodia sylvina (LINNAEUS, 1761)S

Natur bedeutet auch, fressen und gefressen werden. Hier hat sich ein Ampfer-Wurzelbohrer im Netz einer Spinne verfangen. Bevor die Spinne in den Genuss ihrer Mahlzeit kam, hatte sich eine Skorpionsfliege aber schon darüber hergemacht. Nachtfalter sind wie alle Insekten ein wichtiges Glied in der Nahrungskette. Eine Vielzahl von Tieren ist darauf angewiesen, dass sie diese Nahrung in ausreichender Zahl finden.

Read More →

Nachdem Monika Lohmann in ihrem Gastbeitrag schon einen Eindruck vom öffentlichen Leuchtabend vermittelt hat, zeige ich euch nun noch ein paar Falter, die wir an diesem Abend sehen konnten.

Itame brunneata (THUNBERG, 1784)

Wir haben am Rande des eigentlichen Moores geleuchtet. Mit dem Waldmoorspanner Macaria brunneata (THUNBERG, 1784) konnten wir eine Art beobachten, die bei uns im Kreis in den Mooren regelmäßig zu finden ist. Die Art gehört zur Familie der Spanner.

Plagodis dolabraria (LINNAEUS, 1767)

Zur gleichen Familie gehört der Hobelspanner Plagodis dolabraria (LINNAEUS, 1767). Er ähnelt tatsächlich einem abgehobelten Holzspan, so das der deutsche Name sogar schlüssig ist. Die Raupen dieser Art fressen an verschiedenen Laubhölzern.

Falcaria lacertinaria (LINNAEUS, 1758)

Der Birken-Sichelflügler Falcaria lacertinaria (LINNAEUS, 1758) sieht schon etwas ungewöhnlich aus. Klickt doch mal auf den link, dort findet ihr auch Fotos der noch viel skurrileren Raupe. Ich habe sie leider noch nicht selbst gefunden.

Moma alpium (OSBECK, 1778)

Die Seladoneule Moma alpium (OSBECK, 1778) wird in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste mit einer 3 geführt, das bedeutet sie ist gefährdet. Im Bokelseßer Moor finde ich sie seit dem Jahr 2010 zum Glück regelmäßig.

Read More →

Heute Abend schienen die Bedingungen für einen Leuchtabend ganz gut zu passen: 10°C, bewölkt, fast windstill, kein heller Mond und eine langsam aufziehende Wetterfront. Ich hoffte auf viele Falter, wurde aber leider in der Hinsicht enttäuscht. Der Anflug war sehr spärlich.

Zwei Frühlingsboten ließen sich aber blicken.

Orthosia gothica (LINNAEUS, 1758)1

Die Gothica-Kätzcheneule Orthosia gothica (LINNAEUS, 1758) fliegt, wenn die Weidenkätzchen blühen. Da diese Blütezeit abhängig von der Witterung ist, erstreckt sich auch die Flugzeit dieser Art von März bis Mai. Bei günstigen Bedingungen wird sogar im Herbst eine zweite unvollständige Generation gebildet.

Alsophila aescularia (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)

Ein weiterer typischer Frühlingsbote ist der Frühlings-KreuzflügelAlsophila aescularia ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) Seine Raupen fressen an vielen Laubbäumen und können so zahlreich auftreten, dass eine Schadwirkung, vor allem an Obstbäumen, nicht ausgeschlossen ist.

Read More →

In den letzten Tagen waren die Nächte mit um die +5°C recht mild, dann sind vor allem die sogenannten Wintereulen aktiv. Bei vielen Wintereulen-Arten schlüpfen die Falter im Herbst und leben bis in das Frühjahr hinein. Bei Frost sind die Tiere inaktiv.

Die Feldholz-Wintereule Conistra rubiginosa (SCOPOLI, 1763) fliegt bei nächtlichen Temperaturen ab ca. +2°C. Sie saugt dann an Baumsäften, Fallobst oder Hagebutten, im Frühjahr werden auch Weidenkätzchen besucht.

Conistra rubiginosa (SCOPOLI, 1763)F

Viele Herbst-und Winterarten verfügen über eine dichte Körperbehaarung, die vor der Kälte schützt.

Die Art ist bei uns in Schleswig-Holstein nicht selten. Sie fliegt aber kaum ans Licht, kommt aber gerne an den Köder.

Die Nachweismethoden wie Lichtfang oder Köderfang und wer das darf habe ich hier erklärt

Read More →

Beim letzten Leuchtabend hatten wir wirklich Glück, es flogen fast alle der bunten Herbstarten an. Eine davon war die Violett-Gelbeule Xanthia togata (ESPER, [1788]).

Xanthia togata (ESPER, 1788)1

Auffallend ist die an das bunte Herbstlaub angepasste Färbung und Zeichnung, die die Tiere tagsüber fast unsichtbar macht.

Die Eier werden von den Weibchen bevorzugt an Weiden abgelegt. Die im Frühjahr schlüpfenden Jungraupen bohren sich in Weidenkätzchen ein. Wenn diese verblüht sind und zu Boden fallen, fressen die Raupen hauptsächlich an krautigen Pflanzen.

Die Violett-Gelbeule ist bei uns häufig und lässt sich gut durch Lichtfang nachweisen.

Read More →

Der letzte öffentliche Leuchtabend des Jahres 2015 war ein voller Erfolg. Bei sehr guten Bedingungen konnten wir viele der typischen Herbstarten sehen. In den nächsten Tagen werde ich einige davon vorstellen.

Den Anfang macht der Blaukopf Diloba caeruleocephala (LINNAEUS, 1758) Er wird in Schleswig-Holstein nur noch selten nachgewiesen, um so erfreulicher sind die regelmäßigen Funde im Bokelsesser Moor.

Die Raupen fressen an den Blättern diverser Laubholzarten wie Weide, Pappel, Pflaume, Haselnuss und weitere.

Diloba caeruleocephalaR

Bei uns in Mitteleuropa überwintert der Blaukopf als Ei. Wenn im Frühjahr die Knospen treiben, schlüpfen die Jungraupen und fressen daran, später dann an den Unterseiten von frischen Blättern. Erst die größeren Raupen fressen das ganze Blatt.

Diloba caeruleocephala (LINNAEUS, 1758)E

Read More →

Der häufigste Falter beim Nordtour Leuchtabend war die Hausmutter Noctua pronuba (LINNAEUS, 1758). Die Falter sind extrem variabel in der Färbung, die Bandbreite reicht von ganz hellen bis ganz dunklen Exemplaren und alle dazwischen liegenden Schattierungen.
Noctua pronuba Noctua pronuba1
Die Hinterflügel sind leuchtend orange gefärbt mit einem schwarzen Rand.

Noctua pronuba2

Die Raupen fressen an fast allen krautigen Pflanzen und verpuppen sich in einer Erdhöhle.

Read More →

Die Gammaeule Autographa gamma (LINNAEUS, 1758) kann man jetzt auch tagsüber oft in großer Zahl an Blüten saugend beobachten. Sie zählt zu den Wanderfaltern, ist aber bei uns inzwischen auch heimisch. Die große Anzahl der Falter lässt sich dadurch erklären, dass zu den Einheimischen viele Gäste aus dem Süden hinzu gekommen sind. Der deutsche Name […]

Read More →

Beim Leuchtabend am 11.07.2015 konnte ich auch Eucarta virgo (TREITSCHKE, 1835) nachweisen. Für diese Art gibt es keinen deutschen Namen, da sie erst 1998 in Deutschland aufgetaucht ist.

Steiner, A., Ratzel, U., Top-Jensen, M. & Fibinger, M. (2014)schreiben dazu in : die Nachtfalter Deutschlands. Ein Feldführer “Diese östlich-kontinental verbreitete Art ist in Ausbreitung nach Westen begriffen und wurde 1998 erstmals in D gefunden. Mittlerweile ist sie aus SN, MV, BB (seit 2001), BY (seit 2000) NI (seit 2002) und SH (seit 2006) nachgewiesen.”

Die Raupen dieser relativ kleinen Eule fressen unter anderem an Beifuß und Rainfarn.

Read More →

Die Zackeneule Scoliopteryx libatrix (LINNAEUS, 1758) – auch Krebssuppe genannt – fand sich beim letzten Leuchtabend ein. Die deutsche Bezeichnung “Zackeneule” kann ich ja noch nachvollziehen, mit dem Namen “Krebssuppe” kann ich mich weniger anfreunden. Einer der Gründe, warum ich die eindeutigen wissenschaftlichen Namen bevorzuge.

Scoliopteryx libatrix überwintert als Imago in feuchten, frostfreien Höhlen.
Davon haben wir in Schleswig-Holstein ja nicht so viele. Also haben sich die Tiere eine Nische gesucht. Mein leider verstorbener Kollege Walter Baltruweit hat für die Straßenmeisterei gearbeitet. Er fand den auffälligen Eulenfalter regelmäßig an den Wänden von Gullischächten.

Read More →