Dieses Jahr ist mal wieder geprägt von schwierigen Bedingungen für die Nachtfalterkartierung. Die besten Ergebnisse erzielt man rund um den Neumond, da die Falter dann tatsächlich an unsere Leuchtanlagen fliegen. Warum kann man hier nachlesen Nicht nur die Lichtverhältnisse spielen eine große Rolle, auch Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Wind, Regen, Nebel, Tau und noch weitere Faktoren sind ausschlaggebend.

So wenig Arten und Individuen wie in diesem Jahr hatte ich bisher noch nicht. Da freut man sich besonders wenn Tiere an`s Licht kommen, die man nicht so häufig sieht.

Mein erstes Dreieck-Grasmotteneulchen Pseudeustrotia candidula ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) habe ich am 29.08.2017 gefunden.

Der zweite Falter, den ich nachweisen konnte, erschien im Jahr darauf schon Mitte Juli.

Jetzt wieder ein Falter im August. Und ja, ich muss nochmal das mit den verwirrenden deutschen Namen erwähnen. Was soll ich mir unter “Dreieck-Grasmotteneulchen” vorstellen? Dreieck kann ich auf Grund der Zeichnung nachvollziehen, aber Grasmotte? Die Art gibt es bei uns noch nicht lange, sie ist also hier noch wenig erforscht. In Brandenburg wurden die Raupen an Knöterich gefunden.

Natürlich war auch wieder der Fledermausdetektor dabei. Mir geht es vor allem um die Zusammenhänge in der Natur. Nachtfalter sind Bestäuber, Bioindikatoren, spielen aber auch eine große Rolle in der Nahrungskette. Eine so individuenreiche Artengruppe zu schützen bedeutet unter anderem auch Fledermauschutzt!

Hier hört ihr die Ortungs- und Balzrufe der Zwergfledermaus 20-fach verlangsamt wenn ihr klickt

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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