Ein Gastbeitrag von Matthias Weiner

Am 28.06.2019 trafen sich 21 Personen zu einem Leuchtabend im Naturschutzgebiet Höltigbaum. Die Veranstaltung wurde von den MitarbeiterInnen des Hauses der Wilden Weiden organisiert.

Bei Ankunft der interessierten Menschen war die Leuchteinrichtung bereits aufgebaut. Die Nachtfalterexpertin Frau Piepgras hatte mit Johannes Simon-Kutscher einen fleißigen Mitarbeiter motiviert, die anfliegenden Falter einzufangen und zur Präsentation vorzubereiten. Später wurde das Team durch einen dritten Mitarbeiter ergänzt, dessen Namen ich leider vergessen habe.

Nach einer allgemeinen Einführung zum Umgang mit der Leuchteinrichtung, Erläuterungen zur Bedeutung der Fänge für den Artenschutz und Hinweisen zur Funktion von Bat-Detektoren, die Frau Piepgras und mehrere Teilnehmer mitgebracht hatten, um die Stimmen umherfliegender Fledermäuse hörbar zu machen, wartete man gespannt auf die ersten anfliegenden Falter.

Da es zu Beginn noch recht hell war, gab es wenig zu beobachten. Allein einige Graszünsler flogen um uns herum. Auch Fledermäuse hörten wir an diesem Abend nur sehr wenige. Während die Helfer auch umgebende Sträucher nach Schmetterlingen absuchten, unterhielt Frau Piepgras die Gruppe mit spannenden Informationen, Geschichten und Erlebnissen über und rund um unsere heimischen Nachtfalter und von Ihren nächtlichen Leuchtfängen. Daneben wurden einige Falter, die Teilnehmer per Foto festgehalten hatten bestimmt. Trotz ausbleibender Falter eine sehr spannende und unterhaltsame erste Stunde verging damit.


Grünes Blatt

Dann endlich die ersten Falter, die alle identifiziert und mit wissenschaftlichen Namen belegt wurden, da diese eindeutiger als die deutschen Namen sind. Trotzdem konnte ich mir die deutschen Namen besser merken und so sahen wir Arten mit den teilweise abenteuerlichen Namen Bunte Bandeule, Schilfeule, Grünes Blatt, Nesselschnabel-Eule, Rindenspanner um nur einige zu nennen. Am Ende des Abends hatten sich 16 Arten von Nachtfaltern eingefunden.

Viele Teilnehmer harrten bis nach Mitternacht aus, um keinen Falter zu verpassen. Obwohl sich die Menge der anfliegenden Falter angesichts der guten äußeren Bedingungen recht überschaubar gestaltete, war der Abend ein voller Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Es wäre sehr schön, wenn auch im nächsten Jahr wieder ein Leuchtabend auf dem Höltigbaum stattfinden könnte.
Herzlichen Dank an Frau Piepgras, Ihre Mitarbeiter und die Veranstalter!

Matthias Weiner

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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