Nachdem ich letztes mal eine dunkle Schönheit vorgestellt habe, ist heute ein weiterer Schwärmer an der Reihe, den ich bisher vorenthalten hatte.

Der Lindenschwärmer Mimas tiliae (LINNAEUS, 1758) ist zwar für einen Schwärmer nicht sehr groß, dafür aber auffallend gezeichnet. Der Familienname verrät es schon, die Tiere schwärmen aus und unternehmen weite Wanderflüge.

Die Grundfarbe des auffälligen Falters variiert stark zwischen rötlichen und grünen Tönen. Die Raupe hat wie alle Schwärmerraupen am hinteren Ende ein Horn, das unter anderem ein Schluckhindernis für Fressfeinde darstellt. Stechen kann die Raupe damit natürlich nicht. Leider habe ich bisher selbst noch keine gefunden. Sie leben meist hoch in den Bäumen, vor allem in Linden.

Viel Aktivität bedeutet auch viel Nahrung sollte man meinen. Wie bei vielen Arten aus dieser Familie kann auch der Lindenschwärmer gar keine Nahrung zu sich nehmen. Wie man hier gut erkennen kann, ist sein Saugrüssel degeneriert. Die Tiere zehren von den Fettreserven, die sie sich als Raupe angefressen haben und sterben, wenn diese verbraucht sind. Das kann bei kaltem Wetter, Regen und viel Wind schon nach wenigen Tagen der Fall sein. Sind die Bedingungen günstiger schaffen sie auch mal bis zu 14 Tage.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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