Das gut bekannte Sprichwort “April, April kann machen was er will” traf die letzten Wochen definitiv zu. Aber letzte Woche passte es endlich an einigen wenigen Nächten – Mondaufgang erst nach Mitternacht und vor allem endlich kein starker Wind mehr – so versprach es der Wetterbericht.

Timo und ich fanden sogar einen Termin an dem wir beide Zeit hatten – ja, was soll ich sagen – wir sahen fast eine Stunde lang dem lustig im Wind flatternden Leuchtturm zu, ohne auch nur einen Falter zu Gesicht zu bekommen.

Aber unsere Geduld wurde dann doch noch belohnt.  Mit für die Jahreszeit mageren 10 Arten und nur 16 Individuen war das aber sehr überschaulich.

Ich habe mich entschieden, den Mönch-Zahnspinner Odontosia carmelita (ESPER, [1798]) vorzustellen. Ich habe diese Art das letzte Mal im Jahr 2011 nachgewiesen, so war dies doch eine erfreuliche Wiederbegegnung.

Die Raupen der Art ernähren sich hauptsächlich von Birkenblättern. Ich habe sie sowohl am Rand von Mooren, aber auch in trocken stehenden Birkenbeständen gefunden.

Natürlich war auch der EchoMeter letzte Woche wieder im Einsatz. Und da habe ich ordentlich auf die Ohren bekommen!

Gleich fünf Arten sind hier zu hören und zu sehen. Sehr dominant die Fünfer-Gruppe der Breitflügelfledermaus und des Großen Abendseglers. Mindestens drei Zwergfledermäuse, zwei Rauhautfledermäuse und eine Wasserfledermaus konnte ich in der Dämmerung und im Mondschein über dem See erkennen. Das Spektrogramm bestätigt meine Beobachtung.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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