Das Tagpfauenauge kennt fast jeder aufmerksame Naturbeobachter. Nur wenige haben jedoch das Nachts fliegende Abendpfauenauge Smerinthus ocellata (LINNAEUS, 1758) zu Gesicht bekommen, dass ihm in Schönheit um nichts nachsteht.

Die Falter besitzen keinen Saugrüssel, da sie keine Nahrung zu sich nehmen. Sie leben von den Fettreserven, die sie sich als Raupe angefressen haben. Sie gehören zur Familie der Schwärmer. Der Familienname drückt aus, dass die Tiere ausschwärmen und weite Flüge unternehmen. Das verbraucht Energie, daher leben Abendpfauenaugen abhängig von Witterungsbedingungen (Wind, Kälte, Regen usw.) wenige Tage bis Wochen.

Werden die Falter gestört, reißen sie ruckartig ihre Vorderflügel auseinander. Dadurch werden die eindrucksvollen “Augen” sichtbar. Sie sollen Fressfeinden ein deutlich größeres Tier vorgaukeln.

Die Raupen haben wie alle Schwärmerraupen am hinteren Ende ein Hörnchen. Die Raupe kann damit nicht stechen, es dient hauptsächlich als Hindernis beim abschlucken durch Fressfeinde. Verschiedene Weidenarten sind die Hauptnahrungspflanzen der Raupen.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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Beim gestrigen öffentlichen Leuchtabend gab es ordentlich etwas zu sehen, 51 Arten kamen an das Licht! Für Mitte Mai eine erfreulich hohe Anzahl, verglichen mit den Ergebnissen anderer Leuchtabende um diese Jahreszeit. Die eine oder andere Art hat es aber nicht bis an den Leuchtturm geschafft, die Zwergfledermäuse waren in dieser Nacht auch sehr aktiv.

Mit 26 Exemplaren war der Streckfuss Calliteara pudibunda (LINNAEUS, 1758) die am häufigsten vertretene Art. Woher er seinen deutschen Namen hat, lässt sich gut erkennen. In Ruhehaltung streckt er seine langen Vorderbeine weit nach vorne. Calliteara-pudibunda gehört zu den Trägspinnern, die eine Unterfamilie der Eulenfalter sind.

Die Raupen haben deutlich sichtbar ein kleines rotes “Schwänzchen”, dem die Art auch den zweiten deutschen Namen “Rotschwanz” zu verdanken hat. Sie fressen an vielen Laubbäumen und Gehölzen.

Besondere Ansprüche an den Lebensraum scheint der Streckfuss nicht zu stellen. Ich habe ihn in in Gärten, in Mooren, Parks und an Waldrändern gefunden.

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Bei dem gestrigen Leuchtabend kam auch der Weiße Zahnspinner Leucodonta bicoloria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER] an den Leuchtturm. Ich weise die Art regelmäßig an vielen Standorten nach. Sie fliegt sowohl in meinem Garten, als auch unter anderem im Tävsmoor, in der Liether Kalkgrube und im Bokelsesser Moor. Da wir heute Abend dort einen öffentlichen Leuchtabend veranstalten, ist die Chance den wunderschönen Falter live zu sehen besonders groß!

Neben der besonders kontrastreichen Zeichnung fallen die stark behaarten Beine auf. Es gibt eine Theorie die behauptet, das die Haare an Beinen, Kopf und Thorax einen gewissen Schutz vor Fledermäusen bietet, da sie die Ortung erschweren.

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