Wieder ein toller Leuchtabend an der Carl Zeiss Vogelstation mit vielen Nachtfaltern
Ein Gastbeitrag von Marco Sommerfeld

Am Mittwoch, den 26.07.2017 luden Birgitt Piepgras und Marco Sommerfeld (NABU Hamburg) zum vierten Mal um 21:45 Uhr zu einem Leuchtabend für Nachtfalter an die Carl Zeiss Vogelstation in die Wedeler Marsch ein. Es kamen 23 sehr interessierte Teilnehmer und erfreuten sich an den vielen schönen Nachtfaltern des Sommers. Birgitt Piepgras erläuterte auf anschauliche Weise und mit tollen Erklärungen die Nachtgestalten, die ansonsten den Naturfreunden eher unbekannt waren und sensibilisierte für deren Schutz.

Häufige Arten wie Hausmutter, Messingeule und Gammaeule waren die ersten Falter, die den sehr interessierten Teilnehmern gezeigt wurden. Insgesamt konnten bis Mitternacht 32 verschiedene Nachfalterarten bestimmt werden. Nach den vielen Regentagen der letzten Wochen war dies der erste Abend mit Windstille und sommerlichen Temperaturen. Die Stimmung unter den Teilnehmern war hervorragend.

Zum Ende der Veranstaltung gab es als Highlight den sehr hübschen Zimtbär, der auch fotografiert wurde. Alle Teilnehmer traten glücklich die Heimreise in der Dunkelheit der Elbmarsch an und freuen sich auf die Leuchtabende im Jahr 2018. Birgitt und Marco vereinbarten bei der Verabschiedung eine Fortsetzung im Sommer 2018.

Ein großer Dank geht auch an Heike und Klaus Fritz, die den Leuchtabend hervorragend durch ihre Hilfe unterstützt haben.

Alle Bilder: Birgitt Piepgras

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Heute stelle ich den Schlehenspanner Angerona prunaria (LINNAEUS, 1758) vor. Für mich ist er immer ein besonderer Blickfang am Leuchtturm. Anders als der deutsche Name vermuten lässt, leben die Raupen von den Blättern verschiedener Laubbäume und Sträucher. Ich habe die Falter in den unterschiedlichsten Lebensräumen nachweisen können. Sie fliegen in meinem Garten, an Knicks, aber auch in Mooren wie dem Bokelsesser Moor oder dem Tävsmoor

 

Die Männchen haben eine Spannweite von gut 4 cm und fallen sofort auf, wenn sie so leuchtend orange sind wie dieses hier.

 

Oftmals wird aber die leuchtende Farbe durch mehr oder minder ausgeprägte Brauntöne ersetzt, sogar komplett dunkle Tiere sind nicht selten.

 

Die Färbung der Weibchen ist sehr hell, fast gelblich. Sie sind meist etwas größer als die Männchen.

 

Genau wie bei den Männchen kann die helle Grundfarbe durch dunklere Beschuppung teilweise oder komplett ersetzt werden.

 

Die weiblichen Falter haben fadenförmige Fühler. Sie sind wichtige Tast-und Sinnesorgane.

 

Beim Männchen fallen die kammartigen Fühler auf. Durch diese Struktur wird die Oberfläche vergrößert, der Falter kann besonders gut die weiblichen Sexuallockstoffe wahrnehmen.

 

 

 

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Bilder in höherer Auflösung stelle ich gerne unter den oben genannten Bedingungen zur Verfügung.

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