Heute habe ich mich mal auf die Suche nach dem Schneespanner Phigalia pilosaria ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) gemacht. Mit viel Übung kann man die hervorragend getarnten Männchen tagsüber ruhend an Baumstämmen finden.

Apocheima pilosaria (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)W

Die Weibchen lassen sich leichter Nachts im Schein der Taschenlampe entdecken. Sie besitzen wie die hier bereits vorgestellten kleinen Frostspanner nur sehr rudimentäre Flügel. Nach der Begattung kriechen sie an dem Baumstämmen empor und legen ihre Eier an den Blattknospen ab.

Apocheima pilosaria (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)R

Die Raupen schlüpfen im Frühjahr und fressen die Blätter vieler Laubbaumarten. Sie bewegen sich auf für Spanner typischer Art vorwärts. Diese Art der Fortbewegung ähnelt dem Abmessen der alten Maßeinheit Spanne, daher stammt auch der Familienname.

Apocheima pilosaria (DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)RP

Schmetterlinge und deren Eier, Raupen und Puppen sind Teil der Nahrungskette. Diese Raupe des Schneespanners wurde von Schlupfwespen als Kinderstube ausgewählt. Die Wespe hatte ihre Eier in der lebenden Raupe abgelegt. Die daraus schlüpfenden Larven fraßen ihren Wirt von innen auf, verschonten dabei aber alle lebenswichtigen Organe, um möglichst lange profitieren zu können. Jetzt sind die Larven erwachsen und haben gerade die noch lebende Raupe verlassen und sich verpuppt.

Das mag manchem grausam erscheinen, aber auch Schlupfwespen müssen das Überleben ihrer Art sichern und dafür brauchen sie die Raupe als Wirt. Viel sympathischer erscheint es uns, wenn eine Meise sie an ihre niedlichen Küken verfüttert.

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