Den großen Frostspanner Erannis defoliaria (CLERCK, 1759) kann man bei uns ab Anfang Oktober finden. Am besten geht man einfach mit einer Taschenlampe bewaffnet in den Wald und sucht Baumstämme ab.

Erannis defoliaria (CLERCK, 1759)1

Die männlichen Tiere sind nicht immer so kontrastreich gezeichnet, wie im Beitragbild zu sehen. Manche sind praktisch einfarbig, andere weisen eine schwache Zeichnung auf.

Erannis defoliaria (CLERCK, 1759)W

Die Weibchen besitzen nur sehr rudimentäre Flügel, sie sind flugunfähig. In der Dämmerung schlüpfen sie am Fuß der Bäume und klettern den Stamm hoch.

Erannis defoliaria (CLERCK, 1759)K

Die Männchen nehmen die Pheromone, die weiblichen Sexuallockstoffe, mit ihren Fühlern wahr und fliegen sie an. Es kommt zur Kopula. Die befruchteten Weibchen legen ihre Eier an den Blattknospen ab.

Erannis defoliaria (CLERCK, 1759)R

Im Frühjahr schlüpfen die Raupen und fressen an den Blättern vieler Laubbäume.

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Beim letzten Leuchtabend hatten wir wirklich Glück, es flogen fast alle der bunten Herbstarten an. Eine davon war die Violett-Gelbeule Xanthia togata (ESPER, [1788]).

Xanthia togata (ESPER, 1788)1

Auffallend ist die an das bunte Herbstlaub angepasste Färbung und Zeichnung, die die Tiere tagsüber fast unsichtbar macht.

Die Eier werden von den Weibchen bevorzugt an Weiden abgelegt. Die im Frühjahr schlüpfenden Jungraupen bohren sich in Weidenkätzchen ein. Wenn diese verblüht sind und zu Boden fallen, fressen die Raupen hauptsächlich an krautigen Pflanzen.

Die Violett-Gelbeule ist bei uns häufig und lässt sich gut durch Lichtfang nachweisen.

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Der Erlen-Zackenrandspanner Ennomos alniaria (LINNAEUS, 1758) ist ebenfalls ein typischer Herbstfalter. Er hat eine ebenso dichte Behaarung, wie der Ferderfühler-Herbstspanner.

Ennomos alniaria (LINNAEUS, 1758)W

Sehr gut zu erkennen ist die Rüsselscheide, die allerdings leer ist. Der Rüssel ist gar nicht mehr angelegt, da die Falter keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Sie leben von ihren Fettreserven, die sie sich als Raupe angefressen haben. Sind diese verbraucht, sterben die Tiere. Auch bei dieser Spannerart haben die Weibchen fadenförmige Fühler, die Männchen gefiederte.

Ennomos alniaria (LINNAEUS, 1758)E

Die Weibchen legen grüne rechteckige Eier, die überwintern. Die Raupen fressen an den Blättern vieler Laubbaumarten wie Pappel, Erle, Weide und ähnlichem. Sie bevorzugen feuchtere Habitate.

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Wie versprochen stelle ich einen weiteren Falter vom letzten öffentlichen Leuchtabend des Jahres 2015 vor:

Der Federfühler-Herbstspanner Colotois pennaria (LINNAEUS, 1761) trägt seinen deutschen Namen zu Recht. Die an Federn erinnernden Fühler der Männchen sind sensible Riechorgane, mit denen sie die weiblichen Duftstoffe, die Pheromone, wahrnehmen.

Colotois pennaria (LINNAEUS, 1761)W

Die Fühler der Weibchen sind fadenförmig. Beide Geschlechter sind recht stark behaart. Das bietet zum einen einen Kälteschutz, zum anderen gibt es die Theorie, das die Haare einen Teil der Ultraschallwellen der Fledermäuse schlucken und somit einen gewissen Schutz vor diesen Fressfeinden bieten.

Colotois pennaria (LINNAEUS, 1761)M

pennaria

Der Federfühler-Herbstspanner ist recht variabel in der Grundfarbe, die Zeichnung ist aber immer gleich. Die Männchen kommen gerne an den Leuchtturm, die Weibchen sitzen eher in der Vegetation und warten auf die Männchen.

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Der letzte öffentliche Leuchtabend des Jahres 2015 war ein voller Erfolg. Bei sehr guten Bedingungen konnten wir viele der typischen Herbstarten sehen. In den nächsten Tagen werde ich einige davon vorstellen.

Den Anfang macht der Blaukopf Diloba caeruleocephala (LINNAEUS, 1758) Er wird in Schleswig-Holstein nur noch selten nachgewiesen, um so erfreulicher sind die regelmäßigen Funde im Bokelsesser Moor.

Die Raupen fressen an den Blättern diverser Laubholzarten wie Weide, Pappel, Pflaume, Haselnuss und weitere.

Diloba caeruleocephalaR

Bei uns in Mitteleuropa überwintert der Blaukopf als Ei. Wenn im Frühjahr die Knospen treiben, schlüpfen die Jungraupen und fressen daran, später dann an den Unterseiten von frischen Blättern. Erst die größeren Raupen fressen das ganze Blatt.

Diloba caeruleocephala (LINNAEUS, 1758)E

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