Heute hat mich das Filmteam von der Nordtour bei einem Leuchtabend begleitet. Gesendet wird der Beitrag am kommenden Samstag um 18:00 Uhr.
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Den Leuchtturm hatte ich am oberen Rand der Liether Kalkgrube aufgebaut, so konnte das Licht bis in den größten Teil des Geländes leuchten. Bei guten Bedingungen flogen viele Falter an, ich bin sehr gespannt auf den Beitrag!

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Die Gammaeule Autographa gamma (LINNAEUS, 1758) kann man jetzt auch tagsüber oft in großer Zahl an Blüten saugend beobachten. Sie zählt zu den Wanderfaltern, ist aber bei uns inzwischen auch heimisch. Die große Anzahl der Falter lässt sich dadurch erklären, dass zu den Einheimischen viele Gäste aus dem Süden hinzu gekommen sind. Der deutsche Name […]

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Die Weibchen der Schmalflügeligen Erdeule Agrotis puta (HÜBNER, [1803]), hier links im Bild, sind dunkel gefärbt, die Männchen sind deutlich heller.

Bis vor einigen Jahren galt die Art bei uns als Wanderfalter, der bei günstiger Witterung im Spätsommer nachgewiesen konnte. Inzwischen ist sie aber in Schleswig-Holstein bodenständig.

Raupe

Ihre Raupen haben eine sehr interessante Lebensweise. Tagsüber verstecken sie sich in Gängen, die sie sich im lockeren Sand gegraben haben. Nachts kommen sie hervor und fressen an krautigen Pflanzen.

Agrotis puta Puppe

Die Verpuppung erfolgt in einem lockeren Kokon in der Erde. Für das Foto habe ich den Kokon ausgegraben und vorsichtig halb geöffnet. Das sollte man jedoch nur in Ausnahmefällen machen, es besteht die Gefahr, dass sich der Falter bei so einer massiven Störung nicht richtig entwickelt.

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Gestern Nacht herrschten optimale Bedingungen, entsprechend viele Falter bekam ich zu Gesicht. Einen der größten Falter Mitteleuropas stelle ich als erstes vor. Mit einer Spannweite von über 90 Millimetern ist der Pappelschwärmer Laothoe populi (LINNAEUS, 1758) am Licht wirklich nicht zu übersehen.

Ganz anders sieht es tagsüber aus, durch Farbe und vor allem der typischen Sitzhaltung ahmt er ein welkes Blatt nach und verschwindet förmlich in seiner Umgebung.

Laothoe populi

Die Falter haben verkümmerte Saugrüssel, sie können keine Nahrung zu sich nehmen. Damit sind sie auf ihre Fettreserven angewiesen, sind diese verbraucht ist auch das Falterleben zu Ende.

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Um den Braunen Bären Arctia caja (LINNAEUS, 1758) als Falter zu sehen braucht man entweder tagsüber viel Glück oder Nachts einen langen Atem. Da die Ressourcen der Nacht geteilt werden, fliegen manche Arten bereits in der Dämmerung, andere erst nach Mitternacht.

Der Braune Bär gehört zu letzteren, pünktlich ab 1:00 Uhr morgens kommt er ans Licht. Er gehört zu den Bärenspinnern, das dichte Haarkleid der Raupe, dass an ein Bärenfell erinnert, ist gut zu erkennen.

Die auffällige Zeichnung und Färbung der Vorderflügel beweist, dass auch bunt Tarnung sein kann.

Arctia caja (LINNAEUS, 1758)

Dort, wo das Sonnenlicht auf den Flügel fällt, lösen sich die Konturen auf und der Falter wird von Fressfeinden sehr viel schwerer erkannt.

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Der Braune Bär erreicht eine stattliche Größe, obwohl er die Flügel nicht ganz ausgebreitet hat, bedeckt er fast den gesamten Handrücken dieser Besucherin eines öffentlichen Leuchtabends.

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