Gestern war ich im Wald, um nach den kleinen Frostspannern zu sehen. Sie flogen zahlreich, aber nicht in Massen. Da ich über diese zierlichen Spanner schon berichtet habe, stelle ich heute eine andere “Winterart” vor, die Satellit-Wintereule Eupsilia transversa (HUFNAGEL, 1766)

Die Art ist recht variabel in Färbung und Zeichnung, kann aber sicher an den Ringmakeln erkannt werden, die von 2 kleinen “Satelliten” begleitet werden. Diese können weiß oder orange sein, auch beide Farben kommen gleichzeitig vor. Bei dem rechten Falter kann man das gut erkennen. Das orange Ringmakel wird von je einem weißen und einem orangen Satelliten begleitet. Die Satellit-Wintereule fliegt in etwas milderen Nächten den ganzen Winter über. Wenn es sehr kalt ist, legt sie eine Winterpause ein.

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von den Blättern verschiedener Bäume und Büsche. Manchmal greifen sie aber auch andere Raupen an und saugen diese aus. Daher werden sie auch als Mordraupen bezeichnet.

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Die letzten Nächte waren für einen Oktober ungewöhnlich warm. Eine gute Gelegenheit, nochmal Nachtfalter zu kartieren.

An verschiedenen Stellen konnte ich Agrotis ipsilon (HUFNAGEL, 1766) – die Ypsiloneule beobachten. Sie ist ein Wanderfalter, der über die Alpen nach Mitteleuropa einfliegt.




Bei uns vermehren sich die Falter und bilden dabei mehrere Generationen aus. Ihre Raupen gehören zu den so genannten Erdraupen, da sie unterirdisch an den Wurzeln und Knollen vieler Wildpflanzen fressen. Sie sind daher auf lockere, sandige Böden angewiesen, die sie z.B. in der Bokeler Heide vorfinden.



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Der Radiosender Deutschlandfunk hat mich bei einem öffentlichen Leuchtabend begleitet. Ihr könnt den Beitrag hier hören.

Das Bild zeigt die dort erwähnte Agapeta hamana (LINNAEUS, 1758) Ihre Raupen leben unterirdisch und fressen an den Wurzeln verschiedener Distel-Arten.

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Ganz frisch, also erst vor kurzem aus der Puppe gekrochen und eine Erstbegegnung – und damit ganz neu für mich – ist die Kiefernsaateule Agrotis vestigialis (HUFNAGEL, 1766)

Auf einer Trockenrasenfläche kamen diverse Exemplare an’s Licht. Auf solche sandigen Böden ist diese Art angewiesen. Ihre Raupen sind so genannte Erdraupen, die sich in den Boden eingraben und sich von den Wurzeln verschiedener Pflanzen ernähren. Gerne werden dabei die junger Kiefern befressen, was in entsprechenden Schonungen auch mal Schaden anrichten kann.

 

 

Das Titelbild zeigt ein Männchen mit den leicht gezähnten Fühlern. Sie vergrößern die Oberfläche dieses wichtigen Sinnesorgans, mit dem die Falter vor allem die weiblichen Sexuallockstoffe wahrnehmen. Hier ist ein Weibchen zu sehen, erkennbar an den fadenförmigen Fühlern.

 

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Den Sturmvogel Melanthia procellata ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) habe ich das erste mal im Mai 2009 in der Liether Kalkgrube gefunden. Er gilt in Schleswig-Holstein als Arealerweiterer.

 

Jetzt, nach 8 Jahren bekam ich das zweite Exemplar dieser Art zu sehen, in meinem Garten! Die Entfernung zur Liether Kalkgrube beträgt ca. 10 km. Clematis vitalba, die gewöhnliche Waldrebe, wächst hier schon seit mehr als 10 Jahren. Die Raupen des Sturmvogels fressen soweit bekannt an dieser Pflanze. Ich werde intensiv danach suchen, versprochen!

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Wieder ein toller Leuchtabend an der Carl Zeiss Vogelstation mit vielen Nachtfaltern
Ein Gastbeitrag von Marco Sommerfeld

Am Mittwoch, den 26.07.2017 luden Birgitt Piepgras und Marco Sommerfeld (NABU Hamburg) zum vierten Mal um 21:45 Uhr zu einem Leuchtabend für Nachtfalter an die Carl Zeiss Vogelstation in die Wedeler Marsch ein. Es kamen 23 sehr interessierte Teilnehmer und erfreuten sich an den vielen schönen Nachtfaltern des Sommers. Birgitt Piepgras erläuterte auf anschauliche Weise und mit tollen Erklärungen die Nachtgestalten, die ansonsten den Naturfreunden eher unbekannt waren und sensibilisierte für deren Schutz.

Häufige Arten wie Hausmutter, Messingeule und Gammaeule waren die ersten Falter, die den sehr interessierten Teilnehmern gezeigt wurden. Insgesamt konnten bis Mitternacht 32 verschiedene Nachfalterarten bestimmt werden. Nach den vielen Regentagen der letzten Wochen war dies der erste Abend mit Windstille und sommerlichen Temperaturen. Die Stimmung unter den Teilnehmern war hervorragend.

Zum Ende der Veranstaltung gab es als Highlight den sehr hübschen Zimtbär, der auch fotografiert wurde. Alle Teilnehmer traten glücklich die Heimreise in der Dunkelheit der Elbmarsch an und freuen sich auf die Leuchtabende im Jahr 2018. Birgitt und Marco vereinbarten bei der Verabschiedung eine Fortsetzung im Sommer 2018.

Ein großer Dank geht auch an Heike und Klaus Fritz, die den Leuchtabend hervorragend durch ihre Hilfe unterstützt haben.

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Heute stelle ich den Schlehenspanner Angerona prunaria (LINNAEUS, 1758) vor. Für mich ist er immer ein besonderer Blickfang am Leuchtturm. Anders als der deutsche Name vermuten lässt, leben die Raupen von den Blättern verschiedener Laubbäume und Sträucher. Ich habe die Falter in den unterschiedlichsten Lebensräumen nachweisen können. Sie fliegen in meinem Garten, an Knicks, aber auch in Mooren wie dem Bokelsesser Moor oder dem Tävsmoor

 

Die Männchen haben eine Spannweite von gut 4 cm und fallen sofort auf, wenn sie so leuchtend orange sind wie dieses hier.

 

Oftmals wird aber die leuchtende Farbe durch mehr oder minder ausgeprägte Brauntöne ersetzt, sogar komplett dunkle Tiere sind nicht selten.

 

Die Färbung der Weibchen ist sehr hell, fast gelblich. Sie sind meist etwas größer als die Männchen.

 

Genau wie bei den Männchen kann die helle Grundfarbe durch dunklere Beschuppung teilweise oder komplett ersetzt werden.

 

Die weiblichen Falter haben fadenförmige Fühler. Sie sind wichtige Tast-und Sinnesorgane.

 

Beim Männchen fallen die kammartigen Fühler auf. Durch diese Struktur wird die Oberfläche vergrößert, der Falter kann besonders gut die weiblichen Sexuallockstoffe wahrnehmen.

 

 

 

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Bei den letzten Leuchtabenden gab es einige Freu-Falter. Warum ich mich über welche Art gefreut habe, zeige und erzähle ich gerne.

Ich beginne mit einem Kleinschmetterling, Ancylis unculana (HAWORTH, [1811])
Der Falter ist extrem flink und hat sich regelmäßig meinen Versuchen entzogen, ihn zu fotografieren. Nun ist es endlich gelungen! Leider fehlt mir die Erfahrung über Lebensweise und Habitatansprüche bei uns im Norden. So bleibt erstmal nur die Freude.

 

Ich hatte auch meine erste Begegnung mit der Erlen-Rindeneule Acronicta alni (LINNAEUS, 1767) Die Raupen dieser Art sind besonders auffällig. Als Jungraupe imitieren sie Vogelkot, als ausgewachsene Raupen ähneln sie einer gelb-schwarzen Ringelsocke mit abstehenden Fäden. Sie ernähren sich von den Blättern vieler Laubbaumarten.

Die Roseneule Thyatira batis (LINNAEUS, 1758) ist ein Freu-Falter für mich, weil ich sie schlicht und einfach schön finde. Ich freue mich jedes Jahr darauf, sie zu sehen. Bei frisch geschlüpften Faltern sind die deutlich erkennbaren Punkte am Rand deutlich rosa gefärbt. Auf Fotos ist das leider oft nicht erkennbar. Die Raupen dieser Art ernähren sich von verschiedenen Rosengewächsen.

 

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Ganz besonders habe ich mich über den hier im Norden sehr seltenen Kleinen Berberitzenspanner Pareulype berberata ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) gefreut. Walter Baltruweit hatte mich schon bei unseren ersten Treffen gebeten, besonders auf diese Art zu achten, als er die damals noch recht zahlreichen Berberitzenhecken in der Nachbarschaft sah. Kaum 10 Jahre später kann ich mich jetzt über diesen Fund freuen!

 

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Ich nutze das schlechte Wetter, um euch eine weitere Frühlingsart vorzustellen: die Geißblatt-Eule Xylocampa areola (ESPER, 1789) ich hatte sie vor wenigen Tagen am Licht. Hier finde ich die Falter von Mitte März bis in den späten April.

Da ich Geißblatt im Garten habe, konnte ich auch die Raupen dokumentieren. Wie winzig die frisch geschlüpften Raupen sind, kann man sich vorstellen wenn man sie in Relation zu den feinen Härchen an den Blättern des Geißblatts zu setzt.

Die älteren Raupen sind an den verholzten Stielen der Raupennahrungspflanze perfekt getarnt.

Erst wenn man den Zweig etwas dreht, erkennt man die Beine der Raupe. Zwischen Ende April und Ende Mai habe ich die meisten Larvalstadien in meinem Garten gefunden.

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Ein weiterer Frühlingsbote ist die kleine Kätzcheneule Orthosia cruda ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775).

In diesem Fall verwirrt mich der deutsche Name nicht, die Falter sind mit einer Flügelspannweite von unter 30 Millimetern recht klein. Ihre Flugzeit deckt sich so ziemlich mit der Weidenblüte, der Hauptnahrungsquelle der Falter.

Manche Tiere sind recht unscheinbar gefärbt, andere sehr ausgeprägt. Am Licht sind an einem Abend durchaus an die Hundert Individuen nachweisbar, auch am Köder kann man sie zahlreich finden.

Die Männchen haben kammartige Fühler. Damit wird die Oberfläche vergrößert, die weiblichen Sexuallockstoffe können dadurch besser wahrgenommen werden.

Die erwachsenen Raupen kann man in mehreren Farbvarianten finden. Sie fressen an vielen verschiedenen Baum- und Straucharten.

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